
Dank des Weitblicks unserer Vorfahren, dem großen Glück von beiden Kriegen verschont worden zu sein, auf über 100 Jahren in fünf Generationen aufgebautes und immer weitergegebenes Fachwissen, die alte kaum veränderte Werkstatt in der noch wie früher schwer gearbeitet wird, die über Generationen hinweg und immer noch im Einsatz befindlichen traditionellen Handwerksgeräten und der 5000 unterschiedlichsten Holzhutformen aus den verschiedenen Epochen sind die Säulen der Hutmanufaktur in Regensburg.
Durch die professionelle Ausbildung unseres Meisters bei der Hutmacherei Zapf in Österreich (zum Hutmacher) und der darauf folgenden Ausbildung zum Modist in Augsburg, holte er sich das große Fachwissen für unsere Manufaktur um feinste und hochwertigste Qualität für Sie und Ihn zu fertigen.
Wer sich wie unser Hutmacher mit Haut und Haar dem Beruf verschrieben hat, der weiß wie´s geht!
“Naß und Heiß ist dem Filz sei Speiß” so unser Hutmacherspruch
Nur mit Hitze, Druck und Feuchtigkeit läßt sich unser Rohmaterial aus feinstem Hasenhaar oder Naturhaar verarbeiten. Je länger und intensiver die handwerkliche Bearbeitung ist, um so stabiler ist der fertige Hut. Unsere Manufaktur fertigt noch nach althandwerklicher englischen Zurichte. Diese seltene Verarbeitungsmethode ist nur in reiner Handarbeit möglich. Nur mit dieser aufwendigen Verarbeitung mit über 60 - 80 Arbeitsschritten bekommt der Filz seine Stabilität.
Unser Hauptaugenmerk liegt bei der Handarbeit auf Strapazierfähigkeit, Funktionalität und individuellem optischen Erscheinungsbild.
- Der Stumpen ist ein Kunstwerk aus Naturhaar und Wasser ohne Klebstoffe
- Im schwachen Duft von Appretur macht die Werkstatt ihren Hüten Dampf
- Taucht der Rohling in die Appretur, quetscht sie durch die Wringmaschine, legt sie für ein paar Minuten in die Kupferdampfglocke
- mit bloßen, hornschichtigen Händen befreit er den kochend heißen Filz und ficht einen eiligen Kampf mit dem Material
- Die Anformaschine greift nach dem Stumpenrand, zieht und streckt ihn.
- Nach dem ersten trocknen kommt der wichtigste Arbeitsgang, das sog. “einschneiden”, hierbei wird der Stumpen so gebrochen, dass eine Krempe ab der Bandstelle entsteht.
- Man muß dem Stumpen sein eigenes Leben nehmen, damit nachher die Formstabilität gewährleistet wird. Das geschieht nur noch bei uns in reiner Handarbeit
- Nun wird nacheinander der Filz gebügelt, getrocknet, wieder gebügelt bis der Verfilzungsprozess beendet ist.
- an der großväterlichen Lüstriermaschine werden Millionen überflüssiger Härchen in den Raum Geblasen
- Futter, Schweißband, Hutband - in drei Tagen ist bei achtzig Arbeitsschritten aus dem Filz ein Hut geworden.
Endlich nimmt der Meister des Hasenhaarhutes sein Modell behutsam in die Hand, ein Objekt Vollendeten Designs, ein Wunderwerk aus Rundungen und Wölbungen, Beulen und Kanten.
Der - anders als viele Kaufhaushüte - auch einen Wolkenbruch übersteht ohne die Fasson zu verlieren.
Unsere Hüte sind Weltweit begehrt!